Zentralschweizer Möbelhäuser heissen IKEA willkommen

14. November 2011

Die Möbelkette IKEA eröffnete am 9. November die neue Filiale in Rothenburg. Die bisherigen Zentralschweizer Möbelhäuser fürchten die neue Konkurrenz jedoch nicht. Zu unterschiedlich seien die angebotenen Einrichtungsartikel, die Serviceleistungen und die Betreuung der Kunden.

In Rothenburg hat das schwedische Einrichtungshaus IKEA die Tore der ersten Zentralschweizer Filiale geöffnet. Das Investitionsvolumen beträgt rund 92 Millionen Franken. Auf dem 32 000 Quadratmeter grossen Gelände wurde ein Fachmarkt mit 18 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche geschaffen. Rund 200 Mitarbeitende werden in Rothenburg beschäftigt.

Fachmännische Beratung als Trumpf

Diese neue Filiale hat Folgen für die bisher in der Zentralschweiz tätigen Möbelhäuser. «Ein neuer Anbieter belebt den Möbelmarkt und hat positive Auswirkungen auf das Marktsegment, das dadurch ausgedehnt wird. Ähnliche Erfahrungen haben wir auch mit dem Wohncenter in Emmen gemacht. Wir dürfen seither sogar mehr Frequenzen verzeichnen», sagt Astrid Elmiger, Leiterin Marketing und Kommunikation von Möbel Egger in Eschenbach. Sie denkt nicht, dass die neue Filiale ihrem Unternehmen Kunden wegnehmen wird, da Möbel Egger sich in einem anderen Segment bewege. Gleich sieht es David Portmann, Geschäftsleiter von Möbel Portmann in Schüpfheim: «Unsere Kunden erwarten Dienstleistungen, die sie in der neuen Filiale nicht oder nur begrenzt finden: fachmännische Beratung im Geschäft und zuhause, Lieferung frei Haus, Montage der Möbel, Entsorgung des Packmaterials, Entsorgung der gebrauchten Möbel, grosszügige Garantiearbeiten und so weiter.»

Positiv für das Konsumverhalten

Anfänglich bestanden bei Hans-Erich Meier, Verwalter des Wohncenters Emmen und Geschäftsführer der EBV Immobilien AG in Urdorf, gemischte Gefühle bezüglich der neuen Filiale eines Mitbewerbers. «Inzwischen sind wir der Meinung, dass sich die Ansiedlung von IKEA im Raum Zentralschweiz positiv auf das Konsumentenverhalten auswirken wird. Bis anhin haben die Kunden die Region verlassen, um in Spreitenbach oder Lyssach Möbel einkaufen zu gehen. Nun können die Kunden in der Zentralschweiz bleiben. Sie haben die Möglichkeit des direkten Vergleichs der Angebote», sagt Hans-Erich Meier. Auch Walter Ulrich, Geschäftsführer von «Ulrich Erlebnis Wohnen» in Sursee, gewinnt der Situation Positives ab. «Es ist von Vorteil, dass sich viele Leute für das Thema ‹Einrichten› interessieren. Unsere qualitativ hochwertigen Möbel, die vorwiegend in der Schweiz und im EU-Raum gefertigt werden, sind wohl etwas teurer, aber langlebiger und hinsichtlich der Umwelt nachhaltiger», so Walter Ulrich.

www.ikea.ch

www.moebelegger.ch

www.moebel-portmann.ch

www.woce.ch

www.ulrichwohnen.ch

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