26. September 2011
Grossflächige Farbmalereien von Jörg Niederberger treffen auf eine mechanische Installation und Objekte von Pe Lang. Die Kunstausstellung der visarte zentralschweiz in der Kornschütte Luzern dauert bis am 2. Oktober 2011.
Adresse: Kornschütte Luzern, Kornmarkt 3, 6004 Luzern
Internet: www.visarte-zentralschweiz.ch
Kuratoren: Martin Gut, Konrad Abegg, Heinz Anderrüti
Telefon: +41 (0)41 241 03 20
E-Mail: info@visarte-zentralschweiz.ch
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr (durchgehend), Samstag und Sonntag 10 bis 16 Uhr (durchgehend)
Eintrittspreis: kostenlos
Highlight: Finissage mit Performance am Sonntag, 2. Oktober 2011, 11 Uhr: Pe Lang wird akustisch auf Gedichte von Jörg Niederberger reagieren – und vielleicht auch umgekehrt.
Jörg Niederbergers und Pe Langs Werke verbindet eine Andacht in Bezug auf die Natur der Dinge. Beide Künstler vertrauen einem Prozess, der sich wie von selbst ergibt – in der von ihnen gewählten Kombination von Vorgehen (Niederberger) und Materialien (Lang).
Jörg Niederberger zeigt in der Kornschütte Luzern grossflächige Malereien. Es sind reine Farbmalereien, die er völlig losgelöst von einer Absicht in einem inneren Zustand der Leere schafft. Er beginnt jeweils mit einer Farbe und lässt – metaphorisch ausgedrückt – die Malerei aus dem Gemälde selbst entstehen.
Pe Langs Werke sind poetische und elegante, elektronisch gesteuerte mechanische Skulpturen in Kombination mit anderen Materialien. Sie führen in der Regel eine Bewegung aus, die das dazu kombinierte Material zur Belastungsgrenze bewegt. An der Grenze zur möglichen Zerstörung leiten sie die Umkehrung ein. Dies bis zur erneuten Belastungsgrenze – ein ewiger Kreislauf.
Pe Lang realisiert für die Ausstellung in der Kornschütte eine grosse Bodeninstallation mit unzähligen Motoren, die ein dünnes weisses Papier bewegen, zerknüllen und wieder glätten. Das Werk verzaubert die Kornschütte akustisch in ein Rauschen und Knurren. Zugleich ergibt sich eine weisse Landschaft, in der sich scheinbar Berge erheben, Wellen sich bilden und wieder verschwinden. Die Bewegungen sind stets dieselben, das Resultat ist immer wieder neu.
Die poetischen Farbsymphonien von Jörg Niederberger im Zusammenspiel mit der Installation von Pe Lang vermögen die Kornschütte in einen sinnlichen Kunstraum zu verwandeln.