20. Februar 2012
Das Schwyzer Theater Alpthal steht für abwechslungsreiche Theaterkost. Eine Vielseitigkeit, die in der Region einmalig ist. Vor 15 Jahren hat die Theatergesellschaft das Stück «Ueli der Knecht» nach dem gleichnamigen Roman von Jeremias Gotthelf aufgeführt. In der Saison 2012 feiert sie ihr 60-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass möchte die Theatergesellschaft Alpthal am Erfolg von damals anknüpfen und Uelis Geschichte mit dem Stück «Ueli der Pächter» fortsetzen.
Organisation: Theatergesellschaft Alpthal
Regie: Otti Marty
Adresse: Mehrzweckanlage Alpthal
Internet: www.tg-alpthal.ch
Telefon: +41 (0)79 355 32 01
E-Mail: martina.steiner@tg-alpthal.ch
Ticket-Reservation: +41 (0)55 414 30 25; Montag bis Freitag 17.30 bis 19.30 Uhr, Samstag 16.00 bis 18.00 Uhr
Eintrittspreis: CHF 15.–
Veranstaltungsdaten: Samstag, 3. März, 20.15 Uhr (Premiere) – Unterhaltung mit den «Schwingerbüeblä», Samstag, 10. März, 20.15 Uhr, Sonntag, 11. März, 14.15 Uhr, Samstag, 17. März, 20.15 Uhr, Sonntag, 18. März, 14.15 Uhr, Mittwoch, 21. März, 20.15 Uhr, Samstag, 24. März, 20.15 Uhr, Freitag, 30. März, 20.15 Uhr, Samstag, 31. März, 20.15 Uhr (Derniere)
Die Theatergesellschaft Alpthal feiert dieses Jahr das 60-jährige Bestehen. Sie probte seit November 2011 mit viel Begeisterung für die Saison im März 2012. Der Kirchenchor Alpthal sorgt für die musikalische Umrahmung des Stückes. Die mehr als 20 Mitwirkenden präsentieren eine Geschichte, die zu Gotthelfs Zeiten spielte, jedoch einen starken Bezug zur Gegenwart hat …
Zu Jeremias Gotthelf und «Ueli der Pächter»: Albert Bitzius wurde am 4. Oktober 1797 in Murten geboren. Nach einem Theologiestudium wurde er 1832 Pfarrer in Lützelflüh. 1836 begann Bitzius mit der Schriftstellerei. Sein erster Roman war «Der Bauernspiegel». Der Name der Hauptfigur aus diesem Werk wurde zugleich der Schriftstellername von Bitzius: Jeremias Gotthelf. Er starb am 22. Oktober 1854 in Lützelflüh. Jeremias Gotthelf war ein kantiger Mensch und hielt mit Kritik an Missständen nicht zurück. Er fasste es als seine Pflicht auf, den Menschen einen Spiegel vorzuhalten und sie zur Selbsterkenntnis zu führen: «Ein Spiegel ist’s, doch nicht ein gemeiner, in dem ein jeder ein schönes Gesicht zu sehen glaubt. Mein Spiegel zeigt euch die Schatten- und nicht die Sonnenseite Eures Lebens.» Obwohl Jeremias Gotthelf zeitlebens nie ein Theaterstück geschrieben hat, wurden und werden Stücke nach seinen Romanen und Erzählungen geschrieben und aufgeführt. Scheinbar hat uns dieser Gotthelf auch heute noch einiges zu sagen.
Das vorliegende Stück entstammt der Feder von Dorothee Wyss-Zbinden. Es hält sich in den Ereignissen und Aussagen eng an den 1849 entstandenen Roman «Ueli der Pächter».