23. Juli 2012
Die Obwaldner Kantonalbank weist im ersten Halbjahr 2012 ein stabiles Resultat aus. Sie schliesst das Semester mit einem Bruttogewinn von 12,53 (Vorjahr 12,17) Millionen Franken ab.
Die weiterhin erfreuliche Entwicklung der Obwaldner Wirtschaft wirkte sich positiv auf das Halbjahresergebnis 2012 der Obwaldner Kantonalbank aus. Der ausgewiesene Bruttogewinn liegt 3% über demjenigen des Vorjahres. In Anbetracht der Bewegungen an den Finanzmärkten und Börsen sowie der nochmals gesunkenen Zinsmarge handelt es sich um ein gutes Ergebnis.
Ein Spiegelbild der aktiven Wirtschafts- und Wohnbauentwicklung im Kanton Obwalden ist die grosse Kreditnachfrage. Sowohl die Hypothekarforderungen mit einem Bestand von 2,57 Milliarden Franken (+ 2,1%) wie auch die Forderungen gegenüber Kunden mit 425 Millionen Franken (+ 3,2%) schliessen das Halbjahr positiv ab.
Bei den Kundengeldern gab es erwartungsgemäss Verschiebungen. Aufgrund des tiefen Zinsniveaus parkierten Kunden ihre Guthaben von fällig gewordenen Kassenobligationen auf Sparkonten. Diese Umschichtungen und die Neugeldzuflüsse bei den Spargeldern führten bei den Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform zu einer Erhöhung um 42,42 Millionen Franken (+ 3%).
Die Frankenstärke und die Unsicherheiten im Euroraum geben nach wie vor Anlass zur Sorge. Ein Umstand, der sich im ersten Semester im um rund 12% rückläufigen Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft gegenüber dem Vorjahr bemerkbar macht. Viele Kunden tätigen ihre Börsengeschäfte zurückhaltend. Äusserst positiv entwickelte sich hingegen der Erfolg aus dem Handelsgeschäft, zurückzuführen vor allem auf die regen Kundenumsätze mit Devisen und Edelmetallen.
Aus einem klar definierten Risikomanagement sowie einer vorsichtigen Kreditgewährung resultierte ein geringer Aufwand für Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste. Die konsequente Kostenkontrolle führte gegenüber dem Vorjahr sowohl zu einem tieferen Personalaufwand (- 3,1%) wie auch Sachaufwand (- 3,3%). Der Geschäftsaufwand beträgt 13,22 Millionen Franken und fiel somit insgesamt um 0,44 Millionen Franken tiefer aus.
Indem der Geschäftsaufwand reduziert und der rückläufige Erfolg aus dem Zinsengeschäft auf der Ertragsseite grösstenteils kompensiert werden konnte, erhöhte sich der Bruttogewinn gegenüber dem Vorjahresergebnis um rund 0,36 Millionen Franken (+ 3%).
Obwohl sich der Druck auf die Zinsmarge im zweiten Semester weiter erhöhen dürfte, beurteilt die Obwaldner Kantonalbank die Ertragsentwicklung vorsichtig positiv. Sie rechnet mit einem ansprechenden Jahresergebnis 2012.
2012_07_17_ROI-Online_Obwaldner_Kantonalbank_Medienmitteilung.pdf