13. Februar 2012
Das Ergebnis 2011 ist für die Obwaldner Kantonalbank (OKB) mit einem Bruttogewinn von 24,60 Millionen Franken gut ausgefallen. Sie hat ein starkes Wachstum bei den Ausleihungen vorzuweisen. Die Inhaberinnen und Inhaber von Partizipationsscheinen erhalten eine Dividende von 30% auf dem Nominalwert.
Der 2011 anhaltend gute Konjunkturverlauf in der Region wirkte sich auf das Ergebnis der OKB positiv aus. Der prägnante Nettozuwachs der Kundenausleihungen von 150 Millionen Franken (+5,5%) liess die Ausleihungen gesamthaft auf 2,93 Milliarden Franken ansteigen.
Das Zinsergebnis von 42,71 Millionen Franken übertrifft dasjenige des Vorjahres nur leicht mit 0,5%. „Der Druck auf die Zinsmarge hält unvermindert an“, meint Direktor Bruno Thürig, „Mit einem guten Wachstum im Kreditgeschäft konnten wir jedoch die daraus resultierende Ertragsminderung ausgleichen.“ Er betont, dass man bei der Vergabe von Neugeschäften die Kreditgrundsätze strikte einhielt und der Qualität des Wachstums grosse Aufmerksamkeit schenkte. Dieses Risikobewusstsein führte zur Auflösung von Wertberichtigungen in der Höhe von über 2 Millionen Franken.
Die Auswirkungen der turbulenten Wirtschaftslage widerspiegeln sich auch im verringerten Ertrag von 6,63 Millionen Franken (- 3%) aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Die Unsicherheit an den Börsen liess einerseits Anleger zurückhaltend agieren. Andererseits musste die Bewertung der eigenen Wertschriften der Börsensituation entsprechend angepasst werden.
Trotz einer Verminderung des Bruttogewinnes um 8,9% auf 24,6 Millionen Franken (Vorjahr 27,0 Millionen Franken) könne man ein den Umständen entsprechend gutes Ergeb-nis ausweisen, sagte Bankratspräsident Heini Portmann anlässlich der Bilanzmedienkonferenz. Die Inhaber von Partizipationsscheinen erhalten eine Dividende von 30 Prozent auf dem Nominalwert (Vorjahr 31%). An den Kanton erfolgt eine Auszahlung von 8,67 Millionen Franken als Gewinnausschüttung und Abgeltung der Staatsgarantie.
Der Geschäftsaufwand von insgesamt 26,8 Millionen Franken liegt mit 3,3% leicht über dem Vorjahresergebnis sowohl beim Personal- wie auch beim Sachaufwand. Die Zunahme resultiert aus Investitionen in neu geschaffene Stellen sowie in Aktivitäten im Rahmen des 125-Jahr Jubiläums. „Die Zunahme auf der Aufwandseite erfolgte kontrolliert und liegt unter unseren Einschätzungen.“, betont Bruno Thürig.
Die Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageformen haben um 111 Millionen Franken (+ 8,5%) zugenommen. Erfreulich sind unter anderem die sehr guten Neugeldzuflüsse. Das tiefe Zinsniveau bremste die Nachfrage nach Kassenobligationen.
2012_02_06_OWKB_Jahresabschluss_MM.pdf