Sonderausstellung «Top of the Alps» im Gletschergarten Luzern

21. November 2011

Der Gletschergarten in Luzern ist ein nationales Naturdenkmal: Beeindruckende Gletschertöpfe sind Zeugen der letzten Eiszeit vor 20 000 Jahren. Jährlich besuchen ihn rund 120 000 Gäste. Aktuell wird die Sonderausstellung «Top of the Alps» präsentiert. Das Herzstück der Ausstellung sind sieben grossformatige Fotopanoramen von den Alpen.

Stolze 20 Millionen Jahre alt ist die Geschichte des Gletschergartens. In der damaligen Heisszeit nämlich und während der letzten Eiszeit wurde das geschaffen, was als nationales Naturdenkmal präsentiert wird: der Gletschergarten inmitten der Stadt Luzern und in unmittelbarer Nachbarschaft des berühmten Löwendenkmals. Bereits mehr als 13 Millionen Gäste haben ihn seit der Eröffnung im Jahr 1873 besucht. Dazu beigetragen haben die vielen Ausstellungen zu speziellen Themen. Jüngstes Beispiel ist die Sonderausstellung «Top of the Alps». «Diese Sonderausstellung steht in einer langen Tradition des Hauses: Schon immer wurde bei uns gezeigt, wie sich der Mensch in der Landschaft mittels Karten, Panoramen und Landschaftsreliefs orientiert hat. Das kulturgeschichtlich wichtigste Objekt in dieser Beziehung ist das ‹Relief der Urschweiz› von Generalleutnant Pfyffer aus dem 18. Jahrhundert», betont Andreas Burri, Direktor des Gletschergartens Luzern.

Begehbare Rotunden

In der Sonderausstellung «Top of the Alps» stehen sieben grossformatige Fotopanoramen von den Alpen im Fokus. Zentraler Bestandteil der Ausstellung bilden drei begehbare Rotunden, in denen der Betrachter auf 360°-Fotopanoramen blickt. Diese Bilder stammen von Matthias Taugwalder, einem jungen Bergsteiger aus Zermatt, der sich als Fotograf und Informatiker der digitalen Inventarisierung der Alpen verschrieben hat. Zudem sind vier halbkreisförmige Panoramafotografien zu sehen, die der Buochser Willi P. Burkhardt geschaffen hat. Willi P. Burkhardt gilt als Pionier der Panoramafotografie, die er mittels spezieller Technik und Aufnahmen aus dem Helikopter revolutioniert hat.

«Dem Titel der Ausstellung werden wir gerecht, indem wir Bilder aus vielen Teilen der Alpen zeigen, so zum Beispiel aus Graubünden mit Blick in die italienischen und österreichischen Alpen, aus der Zentralschweiz, dem Berner Oberland, dem Wallis und dem Montblanc-Gebiet im Grenzraum Frankreich/Italien», sagt Andreas Burri. «Das Highlight der Sonderausstellung sind für mich die Grösse und die Qualität der einzelnen Bilder. Wenn sich der Betrachter Zeit lässt, kann er Hunderte von Dingen entdecken, und es entsteht eine Beziehung zum Bild. Das Betrachten des Bildes wird zum Erlebnis.»

Events im Gletschergarten

«Einmalig am Gletschergarten ist die Kombinationspalette unseres Angebotes. Dieses besteht aus dem Fels mit seinen Gletschertöpfen, dem Schweizer Haus und dem lauschigen Park. Das Spiegellabyrinth ‹Alhambra› ist seit mehr als hundert Jahren ein exotischer Publikumsmagnet. Das Angebot ist unaustauschbar und weltweit einzigartig», sagt Andreas Burri. 70 Prozent der Gäste kommen aus der Schweiz, 30 Prozent sind Touristen aus dem Ausland. «Wir haben viele Einzelgäste, Familien, Schulklassen und Gruppen. Wir bieten aber auch ‹Events im Gletschergarten› an. Kernangebot ist die Kombination einer geführten Tour durch den Gletschergarten für Gruppen und Unternehmungen mit einem anschliessenden Apéro», sagt Andreas Burri. Rund 120 000 Gäste besuchen den Gletschergarten pro Jahr. Im Jahr 2010 war er diesbezüglich die Nummer zwei in der Zentralschweiz hinter dem Verkehrshaus. Im Gletschergarten sind insgesamt 20 Mitarbeitende aus der Region tätig, die meisten in Teilzeitpensen.

Die Sonderausstellung «Top of the Alps» im Gletschergarten Luzern dauert bis am 16. September 2012.

www.gletschergarten.ch

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